SV Dörnsteinbach 1921 e.V.
 

Der SV Dörnsteinbach von 1921 bis heute...

Am 21. März 1921 fanden sich ein paar junge Männer aus Dörnsteinbach und gründeten unter dem Vorsitz von Lehrer Martin den Fußballverein Dörnsteinbach. Lehrer Martin selbst war bis 1925 der 1. Vorsitzende des Vereins. Sein Nachfolger Rudolf Kraus übte dieses Amt bis 1933 aus.

Ab 1928 wurden Punktspiele durchgeführt. Im Spieljahr 1932/33 war man so erfolgreich, dass man erst im Entscheidungsspiel in Alzenau gegen Brücken mit 0:2 den Gruppensieg verpasste.

Auch unser Fußballverein blieb vom Krieg nicht verschont. Viele Spieler und Mitglieder kehrten nicht mehr in die Heimat zurück.

1946 jedoch wurde in Dörnsteinbach wieder Fußball gespielt. Der im Krieg nach Dörnsteinbach übergesiedelte Schneider Rosenblath war es, der den Verein wieder zu neuem Leben erweckte. Die Begeisterung in dieser Zeit war riesengroß, bot doch der Fußball Gelegenheit, Elend und Not für einige Stunden zu vergessen. Als der Spieler Erwin Gries eines Samstags plötzlich aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause kam, galt die erste Sorge den alten Fußballstiefeln, damit er am Sonntag gleich wieder dem Leder nachjagen konnte.

Im Spieljahr 1949/50 konnte der Verein den Aufstieg in die nächsthöhere Klasse feiern. Damals wurde die im Kahlgrund allseits gefürchtete SG Schimborn mit 4:1 Toren besiegt.

Mit einem großen Fest wurde 1951 das 30jährige Vereinsbestehen gefeiert. In einem Einlagespiel standen sich dabei die Offenbacher Kickers und Viktoria Aschaffenburg gegenüber.

 In der Saison 1967/68 konnten die erst im Jahr 1966 ins Leben gerufene A- und C-Jugend die Meisterschaft feiern. Während die 1. Mannschaft, seit 1967 unterstützt durch eine 2. Mannschaft, sich mit dem 8. Tabellenplatz begnügen musste.

In der Saison 1968/69 erreichte die 1. Mannschaft einen zweiten Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Sie verpasste aber im allerletzten Spiel durch eine 2:5 Niederlage gegen den 1. FC Mömbris den Aufstieg in die B-Klasse. Dieses entscheidende Spiel fand vor der für C-Klassenverhältnisse wohl einmaligen Kulisse von ca. 1.000 Zuschauern in Dörnsteinbach statt. Maßgeblichen Anteil an den damaligen Erfolgen hatte unser „Freigerichter“ Gespann Willi Hufnagel und Robert Grimm.

Im Spieljahr 1969/70 konnte die A-Jugend ihre Meisterschaft feiern und stieg in die Kreisklasse auf. Zwei Jahre lang wurde recht erfolgreich in dieser Klasse gespielt, bevor man freiwillig wieder in die Gruppe Alzenau zurückkehrte.

In den Jahren 1970 bis 1980 waren, bedingt durch Nachwuchsmangel in unserer kleinen Fußballgemeinde, keine herausragenden Erfolge im Jugendbereich, als auch im Seniorenbereich zu verzeichnen. Erst als sich im Jahre 1980 die beiden Vereinsvorstände Hildebert Jung von der Eintracht Mensengesäß und Otto Gries vom SV Dörnsteinbach entschlossen eine Spielgemeinschaft im Jugendbereich zu gründen, ging es wieder aufwärts. Gezielt ging man an die Aufgabe heran und in kürzester Zeit konnten Mannschaften von F- bis A-Jugend gemeldet werden. Der Erfolg gab diesem Konzept recht, da in dieser Zeit im Jugendbereich etliche Meisterschaften errungen werden konnten.

Diese Erfolge im Jugendbereich sollten auch im Seniorenbereich Früchte tragen. 1985 war es endlich soweit, die A- und B-Jugend wurde Meister ihrer jeweiligen Klasse und nach 35 Jahren konnte die 1. Mannschaft als Meister der C-Klasse Alzenau mit 43:9 Punkten und 95:40 Toren gefeiert werden. Maßgeblichen Anteil an diesem Mannschaftserfolg und dem Aufstieg in die B-Klasse Alzenau hatten Torschützenkönig Gerhard Jung (29 Treffer) und Richard Lang (21 Treffer). Neben der Meisterschaft konnten noch verschieden Hallenturniere und der Marktpokal des Marktes Mömbris in Daxberg errungen werden.

Doch die Ernüchterung kam ein Jahr später und man stieg wieder in die C-Klasse Alzenau ab. Durch eine Energieleistung in der darauffolgenden Saison wurde als Tabellenzweiter der sofortige Wiederaufstieg in die B-Klasse geschafft. Nachdem man aus dem ersten Abstieg seine Lehren gezogen hatte, ging man konzentrierter ans Werk und verpasste in der Saison 1987/88 als Tabellendritter nur knapp den Aufstieg in die A-Klasse.

Doch in der Saison 1989/90 musste man den Weg in die C-Klasse wieder antreten, als das Entscheidungsspiel um den Verbleib in der B-Klasse gegen den FC Eichenberg verloren wurde. Bis heute ist dem SVD der Wiederaufstieg in die damalige B-Klasse (heute Kreisklasse) nicht mehr gelungen.Mehrere Spieler dieser Mannschaft wurden in der kommenden Saison von anderen Vereinen als Spielertrainer engagiert und die beiden älteren Spieler Richard Lang und Klaus Klepl beendeten ihre Laufbahn. Außerdem musste zu dieser Zeit unglücklicherweise ein hoffnungsvolles Talent des SVD, Burkhard Koch, verletzungsbedingt seine Karriere beenden. Eine Stagnation setzte ein und der Misserfolg der 1. Mannschaft zog den Verein langsam aber stetig nach unten. 2001 war die Talsohle erreicht und nur durch großes Engagement der alten Kräfte, Edmund Simon, Karlheinz Ortner und Olga Koch sowie des damaligen zweiten Vorsitzenden Michael Jung, konnte der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden.Ganz besonders stolz war man in der Saison 1989/90 als die E-Jugend des SVD, die nicht als Spielgemeinschaft auftrat, Meister wurde und die F-Jugend der Spielgemeinschaft ebenfalls zu Meisterehren kam. Diese Erfolge sind größtenteils dem unermüdlichen Einsatz des damaligen Trainers der E- und F-Jugend Klaus Klepl zu verdanken, der unseren Kleinsten das Fußball-ABC beibrachte. Seine beiden Söhne, Thomas (E-Jugend) und Andreas (F-Jugend), waren auch die Torschützenkönige ihrer Mannschaften.

­­­­­­­­

Anfang der 70er Jahre entstanden das aktuelle Clubheim und die Duschräume. Auch in diesem Zeitraum wurde der Rasenplatz unter der Regie des langjährigen 2. Vorsitzenden Edmund Simon und mit tatkräftiger Mithilfe der Mitglieder erneuert. Die Einfachturnhalle wurde unter gleichen Voraussetzungen gebaut. Ende der 80er Jahre, unter Planung und mit vollem Einsatz des damaligen Vorsitzenden Heinrich Staab, konnte im Anschluss an den Rasenplatz ein Tennenplatz entstehen. Bis es soweit war, kostete es große Anstrengungen. Das Gelände musste erst erworben werden, es bestand bis dahin aus 18 einzelnen kleinen Parzellen. Als endlich die Gemeinde in Mömbris zugestimmt hatte, führte der Weg der Verantwortlichen sogar nach München. Nach großen anfänglichen Schwierigkeiten konnte mit dem Bau begonnen und im Jahr 1992 die Einweihung gefeiert werden. Hier sei nochmal allen, die in irgendeiner Form an der Entstehung unseres schönen Sportgeländes beteiligt waren herzlichst gedankt.

Es wäre wünschenswert, wenn sich auch heute viele freiwillige Helfer für Arbeiten am Gelände finden würden, leider jedoch sind es fast nur Spieler oder Vorstandsmitglieder, die hier mithelfen.

Im Winter sowie bei sehr schlechtem Wetter nutzt unsere 1. Mannschaft die Halle für ihre Trainingseinheiten. Auch Gymnastik wird bei uns großgeschrieben, so bietet der SVD aktuell dienstags „Kein Stress mit dem Rücken“ und mittwochs „Gesund und fit durchs ganze Jahr“ an. Diese Abende werden natürlich durch ausgebildete Übungsleiterinnen geleitet.

Gelegentlich wird unsere Halle auch für Feierlichkeiten der Ortsvereine, von der Gemeinde für Bürgerversammlungen oder auch von Mitgliedern für private Feiern genutzt. Weiterhin finden natürlich unsere Veranstaltungen wie die Christbaumverlosung – die in diesem Jahr zum 50. Mal stattfand - sowie der bayerische Frühschoppen, unsere Faschingssitzung und der inzwischen auch schon alt eingesessene Kinderfasching in unserer Halle statt.

Im Jahre 2002 wurden die Duschräume erneuert und eine behindertengerechte Toilette eingerichtet.

Eigentlich müssten auch das Dach und die Heizungsanlage erneuert werden, dazu fehlen allerdings zurzeit noch die Mittel. Durch die Misswirtschaft, die im Sommer 2010 zutage kam, rutschten wir in eine nie geahnte finanzielle Schieflage. Es kam zu vorgezogenen Neuwahlen, bei denen Heiko Jung zum 1. Vorsitzenden und Michael Giebe zum 2. Vorsitzenden gewählt wurden. Unser, wegen Krankheit, 2009 zurückgetretener Kassier Karlheinz Ortner übernahm aus Liebe und Sorge zum SVD wieder den gerade in dieser Zeit besonders verantwortungsvollen Posten des 1. Kassiers. Aufgrund der oben genannten Umstände musste sogar ein Kredit in Höhe von 10.000€ aufgenommen werden. Karlheinz straffte jedoch die Zügel und brachte die Finanzen so Schritt für Schritt wieder ins Reine. Zu allem Unglück gab in dieser Zeit auch noch unser Rasenmäher den Geist auf und es war hier eine teure Neuanschaffung nötig.

Die damalige Vorstandschaft um den 1. Vorsitzenden Heiko Jung versuchet mit verschiedenen Veranstaltungen, wie dem Freundschaftsspiel zwischen den AH-Mannschaften des 1. FC Köln und den Offenbacher Kickers, Geld in die Kassen zu spülen. Leider gelang dies gerade im genannten Beispiel nicht und dieser Tag endete mit einem dicken Minus für den Verein.

Zur 90-Jahrfeier im Juli 2011 wurde unsere Halle auf Vorschlag des damaligen Vorstandes in „Olga-Koch-Halle“ umbenannt. Für sie selbst war es eine große Überraschung und Ehre, jedoch empfand sie selbst als „eine Nummer zu groß“. Doch der gesamte Verein weiß, was wir an unserer Olga haben, die sich seit Jahren für den Verein einsetzt, viele Jahre lang die Jugendarbeit geleitet hat, inzwischen als 2. Vorsitzende fungiert und auch noch heute einen guten Draht zu „ihren“ Spielern hat.

 

Ende November 2011 warfen die damaligen 1. & 2. Vorsitzenden das Handtuch und machten den Weg für die jetzige Vorstandschaft um Horst Lein als 1. Vorsitzenden und Olga Koch als 2. Vorsitzende frei, die in der Generalversammlung im Februar 2012 von den Mitgliedern bestätigt wurden. In dieser Versammlung wurde auch Maximilian Hartmann als Geschäftsführer gewählt, und somit der Weg für eine junge und dynamische Vorstandschaft geebnet. Auch wurde intern dem Kassier Karlheinz Ortner wieder deutlich mehr Mitspracherecht in seinem Gebiet eingeräumt. Inzwischen, seit dem Frühjahr 2016 kann der SVD durch knallharte Sparmaßnahmen und sehr gutes Wirtschaften wieder in eine schuldenfreie Zukunft blicken.

Aufgrund des allgemeinen Spielermangels im Jugendbereich beschlossen, nach langem Ringen, die Vorstände der Marktvereine, mit Ausnahme der SG Schimborn, im Jahr 2009 die JFG Mittlerer Kahlgrund zu gründen, die seither unter der Leitung von Christofer Bozem steht. Die SG Schimborn stieß notgedrungen im Jahr 2012 zu dieser JFG hinzu. Im Laufe der Jahre trainierten bereits verschiedene Mannschaften der JFG auf dem Sportgelände des SV Dörnsteinbach. In der abgelaufenen Saison waren dies die U15-Junioren, die unter der Leitung des Trainers Roland Heinrichs sowie der Betreuer Werner Bungert und Gundolf Lange die abgelaufene Saison mit dem Gewinn des Baupokals im Kreis Aschaffenburg krönen konnten.

Unsere ganz jungen Spieler spielen in der SG Brücken/Dörnsteinbach, da wir auch in diesem Bereich deutlich zu wenige Spieler für eine eigene Mannschaft aufbringen können.

Hiermit möchten wir uns auch noch mal im Namen des SVD bei allen ehrenamtlichen Trainern und Betreuern aller Mannschaften ganz herzlich für die tolle Jugendarbeit bedanken!

Die geburtenschwachen Jahrgänge machten und machen sich natürlich auch im Herrenbereich bemerkbar. So mussten wir bereits unsere 2. Mannschaft vom Spielbetrieb abmelden und hatten, wenn kein Spieler verletzt oder aus sonstigen Gründen nicht da  waren, nur 16 Spieler für die Mannschaft zur Verfügung, wobei hierunter oftmals drei Torhüter waren. Da passiert es schon mal, dass sich, wenn Not am Mann ist, zwei der Torhüter als Feldspieler wiederfinden. Dies ist natürlich für niemanden zufriedenstellend.

Sportlich konnte in der Saison 2011/12 die A-Klasse nicht gehalten werden, was unter anderem auch daran lag, dass etliche Spieler, die von den vorhergehenden Vorständen für Geld verpflichtet wurden und nun kein Geld mehr erhielten, den Verein verließen. Der SVD musste aufgrund des vorletzten Tabellenplatz die Reise in die B-Klasse antreten.

Ab 2012 übernahmen unsere bewährten Spieler Cristian Candiano und Thorsten Jung als Trainergespann die Mannschaft. Direkt im ersten Jahr schaffte man in der B-Klasse 2 den Sprung auf den zweiten Platz hinter Weibersbrunn, musste sich jedoch im Relegationsspiel in Kleinwallstadt gegen Freudenberg mit 2:1 geschlagen geben. In den weiteren Saisons 13/14 und 14/15 spielte man immer wieder vorne mit, konnte allerdings den Aufstiegs- oder Relegationsplatz nicht wieder erreichen.

Allen Unruhen zum Trotz konnte der SVD im Jahr 2015 in Königshofen den AH-Marktpokal, zum zweiten Mal nach 1990, gewinnen. Auch hier hatten wir wieder große Probleme überhaupt eine Mannschaft stellen zu können.

Mitte 2015 wurde bekannt, dass ein Investor einen 38 Meter hohen Aussichtsturm mit Waldwipfelpfad auf unserem Tennenplatz und dem angrenzenden Waldstück errichten möchte. Sollte dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden, benötigen wir natürlich einen anderen Ausweichplatz. Hierzu gibt es verschiedene Modelle, die sich aktuell noch in der Planungsphase befinden. Fest steht, dass ein Spielfeld für Trainingseinheiten und Spiele bei schlechten Witterungsverhältnissen zur Verfügung stehen muss.

In der Saison 2015/16 erreichten unsere 1. Mannschaft unter der Leitung des neuen Spielertrainers Harald Schüttler wieder einen zufriedenstellenden dritten Tabellenplatz und konnte aufgrund des Verzichts des Zweitplatzierten SG Laudenbach/Westerngrund II am 29.05. auf dem Sportgelände in Gunzenbach ein erstes  Relegationsspiel gegen die SG DJK Kahl/Kälberau bestreiten. Dieses ging verloren und so hatten wir vier Tage später nochmal die Möglichkeit in Schimborn gegen die dritte Mannschaft vom TuS Leider den Aufstieg perfekt zu machen. Der Gegner konnte allerdings aufgrund der geltenden Regularien auf diverse Spieler zugreifen, die in dieser Saison bereits mehrfach in den beiden höherklassigen Mannschaften (Aufsteiger A-Klasse in Kreisklasse und Bezirksliga) eingesetzt wurden und so verloren wir dieses Spiel etwas zu klar mit 2:8. 

Für die Saison 2016/17 sahen sich die Verantwortlichen beim SVD gezwungen aufgrund von Spielermangel eine Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein einzugehen. Nach mehreren teils intensiven Gesprächen mit verschiedenen Vereinen war man sich mit dem SV Schneppenbach/Hofstädten einig. Es wurde eine SG mit der zweiten Mannschaft aus Schneppenbach. Man startete in der B-Klasse mit der "SG SV Dörnsteinbach / SV Schneppenbach/Hofstädten II". Die Mannschaft fand sich gut zusammen, landete allerdings mit nur 28 Punkten aus 20 Spielen auf einem etwas ernüchternden siebten Tabellenplatz.

Im März 2017 drehte sich das Personalkarussell  in der Vorstandschaft des SV Dörnsteinbach. Horst Lein gab seinen Vorstandsposten für die jüngere Generation frei und übernahm das Amt des Kassiers von Karlheinz Ortner, der nach 50 Jahren Vereinstätigkeit in den verdienten "Vereins-Ruhestand" verabschiedet wurde. Auch Olga Koch, die als Vereinsehrenamtsbeauftragte weiterhin im Verein tätig ist, trat von ihrem Amt als 2. Vorsitzende zurück. Die neue und stark verjüngte Vorstandschaft unter der Führung von Michael Hug als erstem und Michael Kemmerer als zweitem Vorsitzenden wurden mit großer Mehrheit gewählt.

Nachdem sich abzeichnete, dass man für die neue Spielzeit 2017/18 wieder eine eigene Mannschaft auf die Beine stellen könne und man auch mit Cristian Candiano einen uns altbekannten Trainer zurück nach Dörnsteinbach holen konnte, trennten sich die Wege der beiden Partnern der Spielgemeinschaft wieder. Der SV Dörnsteinbach möchte es hier nicht verpassen, sich nochmal ausdrücklich für die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit beim SV Schneppenbach/Hofstädten zu bedanken!